Freitag, 3. April 2009

Sierra Tequila - How it's made ... pt.1



Die Destilerias Sierra Unidas besitzen Felder sowohl im Hochland des Bundesstaates Jalisco, östlich von Guadalajara in der Nähe der Stadt Atotonilco el Alto, wie z.B. das 300 Hektar umfassende "Lagunillas" (1900m ü. NN) als auch im sogenannten "Tequila valley" im Westen Guadalajaras im Umfeld des Vulkans gleichen Namens.
"Los Lobos" (260ha, 1500m ü. NN) zeichnet sich im Gegensatz zur sehr mineralreichen Erde des Hochlands (Los Altos) eher durch seine extreme Unwirtlichkeit aus; der Boden ist aufgrund der Nähe zum Vulkan sehr felsig (Basalt, Obsidian) und nur sehr schwer zu bewirtschaften.
Tiefer im Tal um das Städtchen Tequila herum oder weiter gen Westen Richtung Meer ist der Boden zwar auch vulkanischen Ursprungs, jedoch weitaus feiner, fast sandartig.
Also warum zwei verschiedene Anbaugebiete und dann auch noch diese extremen Böden?
Zum einen macht sich das Anbaugebiet (Terroir) wie auch beim Wein im fertigen Produkt bemerkbar, zum anderen wirkt eine örtliche Distanz einem möglichen Schädlings- bzw. Pilzbefall vor - sollte z.B. in Lagunillas ein Fungus seinen Einzug halten, so nimmt man die gesunden Setzlinge und transferiert diese in die andere, pilzfreie Region.
Ein weiterer Grund für die Lagebestimmung von Los Lobos war zudem, die etwas höhere Lage der Plantage, die sich in den Hängen um Tequila befindet und nicht im eigentlichen Tal selbst;
mehr Höhe bedeutet auch grösserer Unterschied der Tages- und Nachttemperatur und zumeist auch weniger Niederschlag, der sich in Hanglage nicht sammeln kann und somit einer möglichen Fäulnis vorbeugt.
Teils extreme Temperaturschwankungen oder der karge Boden stressen die Pflanze und lassen sie mehr Energie sammeln, daher sind die geernteten Piñas im Hochland grösser und reicher an Zucker (mehr Brix), der in der Fermentation eine wichtige Rolle spielt.

to be continued ...