Donnerstag, 16. April 2009

How it's made - final part

Die Destillation und die Lagerung.
Destilliert wird bei Sierra in stainless steel stills mit Heizschlange aus Kupfer, da eine ganz aus Kupfer bestehende Brennblase ein zu süsses Destillat ergeben würde.
Die 1. Destillation findet in drei pot stills von 5500 Liter Grösse statt und ergibt den sog. "ordinario" mit ca. 25% alc., die 2. (und für den Milenario 3.) Destillation wird in zwei pot stills mit 2200 Liter Fassungsvermögen durchgeführt und ergibt einen "tequila" von ca. 55% alc.
Die jeweils 30% headz bzw. tails und die 40% heart werden übrigens manuell separiert.
Gelagert wird hier ausschliesslich in Ex-Bourbon-Fässern (Jack Daniel's) mit einem Volumen von 200 Litern (bei añejos zum Beispiel wären durchaus 600l erlaubt), die verschieden stark getoastet wurden, um evtl. Farbunterschiede auszugleichen; man verzichtet komplett auf zulässige Additive wie Karamell, Zuckerkulör oder Glyzerin.
Mir sind auch Ex-Torres Fässer aus französischer Limousineiche aufgefallen, die momentan nur zu Versuchszwecken zum Einsatz kommen.

Der "angels share" liegt pro Jahr durchschnittlich um die 2.5%, bei einem extra añejo wie dem Milenario (Alter 3,5 Jahre) bei 12%, der älteste Tropfen, die "reserva de la familia" lagert seit nunmehr 11 Jahren - wieviel Tequila sich noch in den Fässern befindet, darf sich jeder selbst ausrechnen.
Solange das Siegel des CRT nicht beschädigt wurde, wird der Inhalt mittels gefilterten Wassers (inverse Osmose, Aktivkohle, Ultraviolettes Licht, "leche profundo" etc.) auf die Trinkstärke von 38-40% gebracht und in Flaschen gefüllt, nachdem die Qualität ein letztes Mal im Labor bestätigt wurde.


pot still

american white oak

CRT